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Lanz B-Reihe

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Lanz B-Reihe – das Modell SLL: kohlebetriebener Einzylinder mit 20,5 kW, Hinterradantrieb und 9.100 kg Gewicht aus der Zeit vor dem Lanz Bulldog

Lanz SLL
Abgebildet: Lanz SLL

Lanz, mit vollem Namen Heinrich Lanz AG, hatte seinen Sitz in Mannheim. Das Modell SLL der B-Reihe stammt aus den Jahren 1907 bis 1918 und damit aus der Zeit vor dem 1921 vorgestellten Bulldog, für den das Unternehmen später bekannt wurde. Der Antrieb erfolgt allein über die Hinterräder, eine Vorderachsdrehung wie bei späteren Allradschleppern gab es noch nicht.

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Der SLL trägt einen wassergekühlten Einzylindermotor, der mit Kohle betrieben wird, und leistet bei nur 200 U/min 20,5 kW beziehungsweise 28 PS. Die Maschine wiegt 9.100 kg und rollt auf Reifen der Größe 1.100 mal 200 mm vorn und 1.700 mal 450 mm hinten – Maße, die auf große, massive Räder statt heutiger Gummibereifung hindeuten.

Ein Kohleantrieb setzte auf Gas, das aus dem Brennstoff in einem eigenen Generator gewonnen wurde, eine vor dem Ersten Weltkrieg verbreitete Alternative zu importierten flüssigen Kraftstoffen. Bei nur 200 U/min läuft der Motor deutlich langsamer als spätere Diesel- oder Bulldog-Antriebe und erzeugt sein Drehmoment über die schiere Masse der bewegten Bauteile statt über Drehzahl.

Eine Maschine dieses Alters und dieser technischen Eigenart ist heute vor allem ein Objekt für die Erhaltung historischer Technik, kein Arbeitsgerät. Beim Erwerb zählt die Originalität der Gasanlage und des Vergasers, der Zustand der Radspeichen und Felgen auf Risse sowie der Nachweis, dass keine modernen, nicht zeitgemäßen Umbauten am Antrieb vorgenommen wurden.

Quellen: SpecCodex-Register: Kennwerte des Modells SLL

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