Elektromotoren
Baugröße, Wirkungsgrad und Schutzart.
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Begriffe aus den Datentabellen
Baugröße (IEC)
Die Baugröße nach IEC (zum Beispiel „IEC 100“ oder „IEC 132“) bezeichnet bei Elektromotoren eine genormte Achshöhe - den Abstand von der Wellenmitte zur Aufstellfläche, in Millimetern angegeben in der Zahl der Bezeichnung. Diese Normung sorgt dafür, dass Motoren verschiedener Hersteller mit derselben Baugröße mechanisch (Befestigungsmaße, Wellenhöhe) austauschbar sind, auch wenn sich Leistung oder Wirkungsgrad unterscheiden können. Für den Ersatz eines defekten Motors ist die Baugröße daher oft die wichtigste erste Kennzahl, noch vor der genauen Leistung, weil sie bestimmt, ob der neue Motor überhaupt mechanisch in die vorhandene Anlage passt. Zusätzlich zur reinen Achshöhe unterscheiden Normen oft noch die Länge des Motors (etwa mit Zusätzen wie „S“, „M“, „L“), die ebenfalls für die Passform wichtig ist. Beim Austausch lohnt sich daher immer ein Abgleich von Baugröße und Baulänge mit dem Altmotor, nicht nur der elektrischen Leistung.
Wirkungsgradklasse (IE)
Die Wirkungsgradklasse (IE-Code, z. B. „IE2“, „IE3“ oder „IE4“) stuft Elektromotoren danach ein, wie effizient sie elektrische Energie in mechanische Leistung umwandeln - je höher die Nummer, desto geringer sind die Verluste (etwa als Wärme) bei gleicher abgegebener Leistung. Diese Klassen sind gesetzlich geregelt und wurden über die Zeit verschärft, sodass viele Länder mittlerweile eine Mindestklasse für neu in Verkehr gebrachte Motoren vorschreiben. Ein Motor mit höherer Wirkungsgradklasse ist in der Anschaffung meist teurer, spart aber über die Lebensdauer Stromkosten ein - bei Motoren, die viele Stunden im Dauerbetrieb laufen, kann sich das schnell rechnen, bei selten genutzten Motoren weniger. Der angegebene Wirkungsgrad gilt üblicherweise für einen bestimmten Lastpunkt (häufig Volllast) und kann bei Teillast abweichen. Beim Vergleich zweier Motoren mit unterschiedlicher IE-Klasse lohnt sich daher eine Rechnung über die tatsächlich erwarteten Laufstunden, statt sich allein auf die Klassenbezeichnung zu verlassen.
Schutzart (IP)
Die Schutzart (IP-Code, z. B. „IP54“ oder „IP65“) gibt an, wie gut ein Gehäuse - meist bei Elektromotoren, Steuergeräten oder Schaltschränken - gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser geschützt ist. Die erste Ziffer nach „IP“ beschreibt den Schutz gegen feste Fremdkörper und Berührung (0 bis 6, höher ist besser), die zweite Ziffer den Schutz gegen Wasser (0 bis 9, ebenfalls höher ist besser). Ein „IP65“-Gehäuse ist beispielsweise vollständig staubdicht und gegen Strahlwasser aus jeder Richtung geschützt, während ein niedrigerer Code nur für trockene Innenräume geeignet sein kann. Für den Einsatz im Freien, in staubiger Umgebung oder bei Reinigung mit Wasser (etwa in der Landwirtschaft oder Lebensmittelindustrie) ist eine ausreichend hohe Schutzart entscheidend, um Ausfälle durch eindringende Feuchtigkeit oder Staub zu vermeiden. Beim Kauf eines Elektromotors sollte die Schutzart daher immer zum tatsächlichen Aufstellort passen und nicht nur zum Preis.
Die Erklärungen beziehen sich auf die Begriffe unserer Datentabellen. Sie ersetzen keine Betriebsanleitung des Herstellers.