Anbau und Hydraulik
Was die Maschine tragen und antreiben kann.
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Begriffe aus den Datentabellen
Zapfwelle (WOM/PTO)
Die Zapfwelle ist die rotierende Welle am Heck (seltener auch vorn) des Traktors, über die Anbaugeräte wie Mähwerk, Mulcher oder Güllefass angetrieben werden - der Motor liefert also nicht nur Zugkraft, sondern auch Drehbewegung für das Gerät. International heißt sie PTO (Power Take-Off), auf Polnisch WOM (Wał Odbioru Mocy). Gebräuchlich sind die Drehzahlen 540 und 1000 Umdrehungen pro Minute, viele Traktoren bieten beide Stufen zur Auswahl, je nachdem, was das angeschlossene Gerät verlangt. Beim Kauf zählt daher weniger die reine Zapfwellenleistung als die Frage, ob die vorhandenen und geplanten Geräte zur angebotenen Drehzahl passen. Eine fehlende Zapfwelle schließt viele Anbaugeräte von vornherein aus, weshalb sie bei Gebrauchttraktoren immer mitgeprüft werden sollte.
Hubkraft
Die Hubkraft gibt an, welches Gewicht der Kraftheber am Heck (oder an der Front) des Traktors anheben kann, meist gemessen an den Unterlenkerenden. Sie bestimmt direkt, welche Anbaugeräte überhaupt sicher getragen werden können - ein Pflug oder ein schwerer Ballast, der die Hubkraft übersteigt, lässt sich nicht sauber ausheben oder kippt die Balance des Traktors. Hersteller geben die Hubkraft oft an zwei Punkten an: direkt an den Unterlenkerenden und über den gesamten Hubbereich, weil die tatsächlich verfügbare Kraft je nach Aushubhöhe schwankt. Für den Vergleich zweier Traktoren lohnt sich ein Blick darauf, ob beide Werte auf dieselbe Weise gemessen wurden, da Angaben sonst nicht direkt vergleichbar sind. Beim Kauf sollte die Hubkraft immer zum schwersten geplanten Anbaugerät passen, nicht nur zum Durchschnitt der üblichen Arbeiten.
Kraftheber-Kategorie
Die Kraftheber-Kategorie (oft „Kat. I“, „Kat. II“ oder „Kat. III“) beschreibt die genormten Maße der Anschlusspunkte am Dreipunkt-Kraftheber - Abstand und Durchmesser der Bolzen an Unterlenkern und Oberlenker. Sie ist keine Kraftangabe, sondern eine Passform: Ein Anbaugerät der Kategorie II passt nicht ohne Adapter an einen Kraftheber der Kategorie I, selbst wenn der Traktor stark genug wäre. Kleinere und mittlere Traktoren tragen meist Kategorie I oder II, größere Landmaschinen häufig Kategorie III. Beim Gebrauchtkauf eines Anbaugeräts lohnt sich daher immer der Abgleich der Kategorie mit dem eigenen Traktor, bevor über Preis oder Zustand verhandelt wird. Passstücke (Adapterbuchsen) existieren, gleichen aber nicht jede Kombination aus und sind selbst eine zusätzliche Fehlerquelle.
Die Erklärungen beziehen sich auf die Begriffe unserer Datentabellen. Sie ersetzen keine Betriebsanleitung des Herstellers.