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Motor und Verbrennung

Leistung, Hubraum, Aufladung und Abgasnormen.

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Vorentflammung im Ottomotor: Wenn das Gemisch zu früh zündet: Technik, Funktionsablauf, typische Fehler und Diagnose verständlich erklärt – ohne.
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Flammenausbreitung im Ottomotor: So verbrennt das Gemisch: Technik, Funktionsablauf, typische Fehler und Diagnose verständlich erklärt – ohne ungesicherte.
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Selbstzündung im Dieselmotor: Warum kein Zündfunke nötig ist: Technik, Funktionsablauf, typische Fehler und Diagnose verständlich erklärt – ohne.
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Viertaktmotor: Funktionsweise von Ansaugen bis Ausstoßen: Technik, Funktionsablauf, typische Fehler und Diagnose verständlich erklärt – ohne ungesicherte.
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Zweitaktmotor: Wie Gaswechsel und Arbeit zusammenwirken: Technik, Funktionsablauf, typische Fehler und Diagnose verständlich erklärt – ohne ungesicherte.
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Fremdzündung im Ottomotor: Was beim Zündfunken passiert: Technik, Funktionsablauf, typische Fehler und Diagnose verständlich erklärt – ohne ungesicherte.
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Kurbelwelle: Wie Hubbewegung in Drehbewegung umgesetzt wird: Technik, Funktionsablauf, typische Fehler und Diagnose verständlich erklärt – ohne.
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Wastegate: Ladedruckregelung beim Turbolader verstehen: Technik, Funktionsablauf, typische Fehler und Diagnose verständlich erklärt – ohne ungesicherte.
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Druckverlustprüfung am Motor: Leckpfade im Zylinder finden

Druckverlustprüfung am Motor: Leckpfade im Zylinder finden: Technik, Funktionsablauf, typische Fehler und Diagnose verständlich erklärt – ohne.
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Ottomotor und Dieselmotor: Die entscheidenden Unterschiede

Ottomotor und Dieselmotor: Die entscheidenden Unterschiede: Technik, Funktionsablauf, typische Fehler und Diagnose verständlich erklärt – ohne.
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Ansaugkrümmer: Wie Luft auf die Zylinder verteilt wird

Ansaugkrümmer: Wie Luft auf die Zylinder verteilt wird: Technik, Funktionsablauf, typische Fehler und Diagnose verständlich erklärt – ohne ungesicherte.

Begriffe aus den Datentabellen

Nennleistung vs. Spitzenleistung

Die Nennleistung ist die vom Hersteller unter definierten Prüfbedingungen gemessene, dauerhaft nutzbare Leistung eines Motors - im Unterschied zur Spitzen- oder Höchstleistung, die meist nur kurzzeitig (z. B. über eine Boost-Funktion) abrufbar ist. Zwei Motoren mit derselben Spitzenleistung können sich im Alltag deutlich unterscheiden, wenn einer davon die Höchstleistung nur wenige Sekunden hält. Werden auf einem Typenschild oder in Prospekten mehrere Leistungswerte genannt, lohnt sich ein Blick darauf, welcher davon die Nennleistung und welcher die Spitzenleistung ist, da Prospekte häufig die höhere, werbewirksamere Zahl in den Vordergrund stellen. Für den praktischen Vergleich von Dauerarbeiten wie Pflügen oder Fräsen ist die Nennleistung die aussagekräftigere Größe. Zusätzlich unterscheiden Prüfnormen (z. B. mit oder ohne Nebenaggregate wie Lüfter oder Klimakompressor), sodass auch scheinbar gleiche Angaben nicht immer eins zu eins vergleichbar sind.

Nenndrehzahl

Die Nenndrehzahl ist die Motordrehzahl (in Umdrehungen pro Minute), bei der der Hersteller die angegebene Nennleistung misst - sie ist also kein Grenzwert, sondern ein definierter Messpunkt für die Vergleichbarkeit von Angaben. Motoren erreichen oft nicht bei dieser Drehzahl ihr höchstes Drehmoment, sondern erst darunter, und die höchste zulässige Drehzahl, bei der der Drehzahlregler abregelt, liegt meist etwas darüber. Für Landmaschinen ist die Nenndrehzahl auch deshalb wichtig, weil viele Anbaugeräte über die Zapfwelle bei einer bestimmten Motordrehzahl ihre vorgesehene Zapfwellendrehzahl (üblicherweise 540 oder 1000 U/min) erreichen. Beim technischen Vergleich zweier Motoren sollte die Nenndrehzahl immer zusammen mit der Nennleistung gelesen werden, nicht isoliert. Eine niedrigere Nenndrehzahl bei ähnlicher Leistung deutet oft auf einen für Dauerlast ausgelegten, ruhiger laufenden Motor hin.

Drehmoment

Drehmoment beschreibt die Kraft, mit der die Kurbelwelle dreht, angegeben in Newtonmetern (Nm) - vereinfacht: Es ist das, was einen Traktor beim Anfahren mit schwerem Anhänger oder beim Pflügen durch zähen Boden „zieht“, während die Leistung eher darüber entscheidet, wie schnell diese Arbeit erledigt wird. Wichtig ist meist nicht nur der Höchstwert, sondern bei welcher Motordrehzahl er anliegt: Ein Motor mit hohem Drehmoment schon bei niedriger Drehzahl reagiert bei Lastwechseln oft geschmeidiger und muss seltener geschaltet werden. Viele moderne Motoren geben ihr maximales Drehmoment über einen Drehzahlbereich (die „Drehmomentkurve“) ab, nicht nur an einem einzelnen Punkt, was zusätzliche Laufruhe bei wechselnden Bedingungen bringt. Für Zugarbeiten wie Pflügen, Grubbern oder das Ziehen schwerer Anhänger ist ein hohes verfügbares Drehmoment oft wichtiger als eine hohe Spitzenleistung. Beim technischen Vergleich lohnt sich daher, Drehmoment und die zugehörige Drehzahl gemeinsam zu betrachten, nicht nur die reine Zahl.

Hubraum

Der Hubraum ist das Volumen, das alle Kolben eines Motors zusammen zwischen unterem und oberem Totpunkt durchlaufen, meist angegeben in Kubikzentimetern (cm³) oder Litern. Er ist ein grober Anhaltspunkt für die mögliche Motorleistung, aber kein direktes Maß dafür: Ein kleiner, stark aufgeladener Motor kann einen größeren Saugmotor an Leistung übertreffen. Sinnvoller ist der Hubraum als Anhaltspunkt für die grundsätzliche Baugröße und -klasse eines Motors sowie - zusammen mit der Zylinderzahl - für dessen Laufruhe. Beim Vergleich zweier Maschinen sagt der Hubraum allein wenig über Verbrauch oder Zugkraft; dafür sind die tatsächlich gemessene Leistung und das Drehmoment aussagekräftiger. In technischen Unterlagen taucht der Hubraum meist zusammen mit Bohrung und Hub auf, aus denen er rechnerisch hervorgeht.

Bohrung/Hub

Bohrung ist der Innendurchmesser eines Zylinders, Hub die Strecke, die der Kolben darin auf und ab zurücklegt - zusammen bestimmen beide Werte den Hubraum eines Zylinders (und multipliziert mit der Zylinderzahl den gesamten Hubraum des Motors). Ein Motor mit größerer Bohrung als Hub gilt als „kurzhubig“ und dreht tendenziell williger hoch, ein Motor mit größerem Hub als Bohrung („langhubig“) entwickelt oft schon bei niedrigeren Drehzahlen viel Drehmoment. Für den Alltag sind diese Werte selten allein entscheidend, sie erklären aber, warum zwei Motoren mit gleichem Hubraum unterschiedlich reagieren. Wichtiger im Alltag sind meist die daraus abgeleiteten Werte wie Leistung und Drehmoment. Bohrung und Hub werden praktisch vor allem beim Vergleich technisch sehr ähnlicher Motoren oder bei Reparaturen (Kolben, Laufbuchsen) relevant.

Zylinderzahl und -anordnung

Die Zylinderzahl gibt an, wie viele Brennräume ein Motor hat, die Zylinderanordnung, wie sie zueinander stehen - häufig in einer Reihe (Reihenmotor), seltener versetzt in zwei Bänken (V-Motor) oder liegend gegenüber (Boxermotor). Mehr Zylinder bei gleichem Gesamthubraum bedeuten meist kleinere Einzelzylinder, was tendenziell zu einem ruhigeren, gleichmäßigeren Motorlauf führt, weil sich die einzelnen Verbrennungstakte über die Kurbelwellenumdrehung besser verteilen. Weniger Zylinder machen einen Motor dagegen oft einfacher im Aufbau und leichter zu warten, mit potenziell weniger Verschleißteilen wie Einspritzdüsen oder Ventilen. In der Landtechnik dominieren heute überwiegend Reihenmotoren mit drei bis sechs Zylindern, während V-Motoren eher bei sehr leistungsstarken Maschinen oder bestimmten Baumaschinen vorkommen. Für den praktischen Vergleich ist die Zylinderzahl vor allem als Anhaltspunkt für Laufruhe und Wartungsaufwand nützlich, weniger als direktes Leistungsmerkmal.

Ansaugung: Saugmotor vs. Turbo

Die Ansaugung beschreibt, wie ein Motor die Verbrennungsluft erhält: Ein Saugmotor („natürlich ansaugend“) zieht sie allein durch den Unterdruck der Kolbenbewegung an, ein aufgeladener Motor presst sie zusätzlich mit einem Turbolader oder Kompressor in die Zylinder. Saugmotoren gelten meist als mechanisch einfacher und mit weniger zusätzlichen Bauteilen (kein Turbolader, oft kein Ladeluftkühler), was Wartung und Reparatur potenziell vereinfacht. Aufgeladene Motoren liefern bei gleichem Hubraum in aller Regel mehr Leistung und Drehmoment, reagieren aber empfindlicher auf Wartungslücken bei Öl und Ladeluftsystem. In der Landtechnik und bei Baumaschinen dominiert inzwischen die Aufladung, weil sie hilft, strengere Abgasnormen bei kompakter Bauform einzuhalten; reine Saugmotoren finden sich heute vor allem bei älteren oder kleineren Maschinen. Beim Gebrauchtkauf ist die Ansaugungsart daher auch ein grober Hinweis auf das ungefähre Baujahr und die technische Komplexität des Motors.

Turbolader/Wastegate/VTG

Ein Turbolader nutzt die Energie der Abgase, um über eine Turbine einen Verdichter anzutreiben, der zusätzliche Luft in die Zylinder presst - dadurch kann mehr Kraftstoff verbrannt und mehr Leistung aus demselben Hubraum gewonnen werden, verglichen mit einem Saugmotor ohne Aufladung. Ein Wastegate ist ein Ventil, das überschüssigen Abgasstrom an der Turbine vorbeileitet, um den Ladedruck zu begrenzen und Motorschäden durch Überladung zu vermeiden. Eine variable Turbinengeometrie (VTG) verstellt die Leitschaufeln vor der Turbine je nach Last und Drehzahl und ersetzt bei vielen modernen Motoren das einfache Wastegate - sie liefert bei niedriger Drehzahl schon nennenswerten Ladedruck und verbessert so das Ansprechverhalten. Für den Käufer zählt vor allem, dass ein turboaufgeladener Motor bei ähnlichem Hubraum mehr Leistung und Drehmoment liefert als ein Saugmotor, dafür aber empfindlicher auf Wartung von Ladeluftsystem und Ölversorgung reagiert. Typische Verschleiß- oder Schadensbilder bei alten Turboladern sind Lagerspiel und Ölundichtigkeit, die sich durch bläulichen Abgasrauch bemerkbar machen können.

Ladeluftkühlung

Beim Verdichten in einem Turbolader oder Kompressor erwärmt sich die angesaugte Luft, wodurch sie sich ausdehnt und weniger Sauerstoff pro Volumen enthält als kühlere Luft. Ein Ladeluftkühler (oft ein Luft-Luft-Wärmetauscher ähnlich einem kleinen Kühler) senkt die Temperatur der verdichteten Luft, bevor sie in die Zylinder gelangt, sodass mehr Sauerstoff für die Verbrennung zur Verfügung steht. Das steigert die mögliche Leistung eines aufgeladenen Motors zusätzlich und verringert gleichzeitig die thermische Belastung von Kolben und Zylinderkopf. Bei Landmaschinen und Baumaschinen sitzt der Ladeluftkühler meist vor dem Wasserkühler im Fahrtwind und ist entsprechend anfällig für Verstopfung durch Staub, Spreu oder Erntereste, was regelmäßige Reinigung erfordert. Ein verschmutzter oder beschädigter Ladeluftkühler zeigt sich oft durch spürbaren Leistungsverlust oder höhere Abgastemperaturen, noch bevor ein Fehlercode angezeigt wird.

Common Rail

Common Rail ist ein Kraftstoffeinspritzsystem für Dieselmotoren, bei dem eine gemeinsame Hochdruckleitung (das „Rail“) ständig unter hohem Druck steht und alle Einspritzdüsen elektronisch gesteuert daraus versorgt werden. Das unterscheidet es von älteren mechanischen Systemen wie der Verteiler- oder Reihenpumpe, bei denen Druck und Einspritzzeitpunkt stärker mechanisch an die Motordrehzahl gekoppelt waren. Die elektronische Steuerung erlaubt eine feinere Dosierung, oft mehrere kleine Einspritzungen pro Arbeitstakt, was Laufruhe, Kraftstoffverbrauch und Abgaswerte verbessert. Der hohe Systemdruck stellt gleichzeitig hohe Anforderungen an Kraftstoffsauberkeit - Wasser oder Schmutz im Diesel können Injektoren und Hochdruckpumpe empfindlich schädigen, weshalb saubere Betankung und intakte Kraftstofffilter bei Common-Rail-Motoren besonders wichtig sind. Reparaturen an Injektoren oder Hochdruckpumpe gehören zu den teureren Arbeiten an modernen Dieselmotoren und sollten bei der Kaufentscheidung mit eingeplant werden.

Emissionsstufe (Tier/Stage)

Emissionsstufen (in der EU „Stage“, in den USA „Tier“, jeweils mit einer Nummer oder Kombination wie „Stage V“ oder „Tier 4 Final“) legen fest, wie viel Schadstoff (etwa Stickoxide oder Rußpartikel) ein Motor bei der Zulassung höchstens ausstoßen darf. Sie werden im Lauf der Zeit verschärft, sodass ein neuerer Motor mit höherer Stufe in der Regel strengere Grenzwerte einhält als ein älterer mit niedrigerer Stufe - die genauen Zahlenwerte je Stufe unterscheiden sich zusätzlich nach Motorleistungsklasse und werden hier bewusst nicht aufgeführt, um keine falsche Präzision vorzutäuschen. Für den Käufer ist die Emissionsstufe vor allem wegen möglicher Umweltzonen, Förderprogramme oder Ausschreibungsbedingungen relevant, die oft eine Mindeststufe verlangen. Technisch bringen höhere Stufen häufig zusätzliche Bauteile mit sich (Partikelfilter, SCR-Katalysator mit AdBlue/Harnstofflösung, Abgasrückführung), die eigene Wartung benötigen und bei Fehlfunktion Leistungseinschränkungen auslösen können. Bei Importmaschinen aus Ländern mit anderen Regeln lohnt sich immer die Prüfung, ob die vorliegende Emissionsstufe im Zielland überhaupt zulassungsfähig ist.

Die Erklärungen beziehen sich auf die Begriffe unserer Datentabellen. Sie ersetzen keine Betriebsanleitung des Herstellers.

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