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Orenstein & Koppel SB (1938): Einzylinder-Dieselschlepper mit Thermosiphonkühlung, 10,3 kW Leistung und weniger als zehn gebauten Exemplaren aus der Baureihe Pozostałe modele
Orenstein & Koppel war ein deutscher Hersteller, der vor allem für Feld- und Kleinbahnen sowie Baumaschinen bekannt war und daneben auch kleine Ackerschlepper baute. Der SB entstand 1938 und gehört zu den seltensten Modellen der Marke: von ihm wurden nach vorliegenden Angaben weniger als zehn Exemplare gefertigt.
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Der Einzylinder-Dieselmotor hat 1.470 cm³ Hubraum bei einer Bohrung von 105 mm und einem Hub von 170 mm, ein deutlich langhubiges Verhältnis, wie es bei langsam laufenden Einzylinder-Dieseln dieser Zeit üblich war. Bei 1.400 U/min leistet er 10,3 kW, umgerechnet 14 PS, und treibt über ein Dreiganggetriebe die Hinterräder an. Die Kühlung erfolgt per Thermosiphon, also ohne Wasserpumpe allein durch die Zirkulation des erwärmten Kühlwassers.
Langhubige Einzylinder-Diesel mit Thermosiphonkühlung waren eine bewusst einfache und wartungsarme Bauweise für kleine Ackerschlepper, wie sie in den 1930er Jahren neben den bekannteren Lanz-Bulldogs von mehreren Herstellern angeboten wurden. Der Verzicht auf eine Umlaufpumpe senkte die Zahl der Verschleißteile, verlangte im Gegenzug aber einen ausreichend großen Kühlwasserinhalt.
Da vom SB nur eine einstellige Stückzahl gebaut wurde, ist ein Gebrauchtkauf praktisch ausgeschlossen; erhaltene Exemplare finden sich allenfalls in Sammlungen oder Museen. Wer ein solches Fahrzeug betreut, sollte die Thermosiphonkühlung auf Ablagerungen prüfen, da diese bei fehlender Umwälzpumpe die Kühlwirkung besonders stark beeinträchtigen.
Quellen: SpecCodex-Register: Kennwerte des Modells SB
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