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Lindner S14: früher Bergtraktor aus Kundl in Tirol, Baujahre 1948 bis 1950, Einzylinder-Diesel mit 1.300 cm³ und Verdampferkühlung, 14 PS bei 1.200 Umdrehungen pro Minute
Lindner mit Sitz in Kundl in Tirol zählte zu den ersten Herstellern, die nach dem Krieg wieder kleine Traktoren für Bergbauernhöfe bauten. Der S14 gehört zu diesen frühen Modellen und war von 1948 bis 1950 im Programm, in den ersten Jahren des Wiederaufbaus, als Landmaschinen aus heimischer Fertigung besonders gefragt waren.
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Der Einzylinder-Dieselmotor mit 1.300 cm³ Hubraum arbeitet mit Verdampferkühlung und leistet 14 PS, umgerechnet 10 kW, bei 1.200 Umdrehungen pro Minute. Das Gesamtgewicht liegt bei 1.095 kg, die Höchstgeschwindigkeit bei 15 km/h. Das ergibt ein Leistungsgewicht von rund 78,2 kg pro PS. Mit einer Länge von 2.400 mm, einer Breite von 1.380 mm und einer Höhe von 1.600 mm ist der S14 ein kleiner, hochbauender Einzylindertraktor.
Mit 15 km/h fällt der S14 in die Fahrerlaubnisklasse L. Die niedrige Drehzahl von 1.200 Umdrehungen pro Minute und der Einzylinderaufbau stehen für eine bewusst einfache, robuste Konstruktion, wie sie in der unmittelbaren Nachkriegszeit gefragt war, als Ersatzteile knapp und Werkstätten dünn gesät waren und ein Traktor vor allem zuverlässig und leicht zu reparieren sein musste.
Beim Gebrauchtkauf eines solch alten Einzylinder-Traktors zählt vor allem der Zustand der Verdampferkühlung, die ohne Pumpe arbeitet und bei Ablagerungen im Kühlwasserraum schnell an Wirkung verliert. Dazu kommen eine Prüfung des Zylinders auf Verschleiß, der Blechteile auf Durchrostung, ein Blick auf die Vorderachslagerung und die Frage nach Ersatzteilen, die für dieses seltene Modell praktisch nur noch aus Sammlerkreisen stammen.
Quellen: SpecCodex-Register: Kennwerte des Modells S14
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Traktor im 3D-Schnitt
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