Eicher Puma (ES)
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Eicher Puma II (ES 400): luftgekühlter Dreizylinder-Diesel-Ackerschlepper aus Bayern mit 2.944 cm³ Hubraum, 38 PS und 1.560 kg Gewicht, gebaut 1963 bis 1970
Eicher war ein bayerischer Traktorhersteller mit Sitz in Forstern bei Amerang, der von den 1930er- bis in die 1970er-Jahre eigene Ackerschlepper mit luftgekühlten Dieselmotoren baute – eine Antriebsart, die im deutschen Schlepperbau sonst vor allem bei Deutz und Hatz verbreitet war. Der Puma II (ES 400) gehört zur Baureihe Puma und wurde zwischen 1963 und 1970 gefertigt, in einer Zeit, in der westdeutsche Betriebe zunehmend auf kompakte, aber ausreichend kräftige Schlepper für mittlere Flächen setzten.
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Der Dreizylinder-Dieselmotor mit 2.944 cm³ Hubraum leistet 38 PS bei 2.000 U/min. Bei 1.560 kg Gewicht, 2.920 mm Länge, 1.220 mm Höhe und 1.065 mm Breite zählt der Puma II zu den kompakten Standardschleppern seiner Zeit; der Radstand von 1.995 mm sorgt für einen stabilen, aber wendigen Auftritt. Die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 19,3 km/h.
Luftgekühlte Dieselmotoren verzichten auf Kühlwasser, Kühler und Wasserpumpe und gelten deshalb als frostsicher und wartungsarm, laufen im Betrieb aber lauter als wassergekühlte Aggregate. Ein Dreizylinder dieser Größenordnung war für klassische Feldarbeiten ausgelegt: Pflügen, Eggen und der Antrieb angehängter Geräte über die Zapfwelle, nicht für schwere Zugarbeiten im heutigen Sinn.
Beim Gebrauchtkauf zählt vor allem der Zustand der Zylinderköpfe und Kühlrippen, da Risse an luftgekühlten Dieselmotoren dieser Bauzeit keine Seltenheit sind. Ebenso zu prüfen sind Kupplung, Zapfwellenantrieb und die Dichtigkeit der Einspritzpumpe; Ersatzteile für Eicher-Motoren führen heute vor allem spezialisierte Oldtimer-Händler, kein reguläres Vertriebsnetz mehr.
Quellen: SpecCodex-Register: Kennwerte des Modells Puma II (ES 400)
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