Fallschirm-Rettungssysteme für Drohnen
Hersteller in dieser Gruppe:
Opale Aero System SARL (Opale Paramodels / Opale Parachutes) Kit parachute Safetech ST100 + parachute 7 m2
Fallschirm-Rettungssysteme bremsen eine Drohne bei Ausfall oder Kontrollverlust ab, um Schäden am Boden zu verringern. Sie bestehen aus Schirm, Auslösemechanismus und meist einer eigenen Überwachungselektronik mit Motorabschaltung.
Auslöseart
Mechanismus, der den Schirm ausstößt: ballistisch, pyrotechnisch, Gasgenerator, Federmechanik oder Katapult. Schnelle Auslösung verringert die nötige Mindesthöhe; pyrotechnische Systeme unterliegen eigenen Transport- und Lagerregeln.
Autonome Auslösung
Wahr, wenn das System Absturz oder Fehllage selbst erkennt und den Schirm ohne Pilotenbefehl auslöst. Für Flüge über Menschen ist eine unabhängige Erkennung wichtig.
Motorabschaltung (FTS)
Gibt an, ob das System beim Auslösen die Motoren abschaltet (Flugabbruch, Flight Termination). Ohne Abschaltung können drehende Propeller den Schirm beschädigen.
Gewicht (g)
Gewicht des Rettungssystems. Es zählt zum Abfluggewicht und kann die Klasseneinordnung der Drohne verändern.
Kompatibel mit
Drohnenmodelle, für die der Hersteller einen fertigen Satz anbietet. Bei anderen Modellen gelten Herstellerangaben und Normnachweise nicht ohne Weiteres.
Maximales Abfluggewicht (kg)
Höchste Abflugmasse der Drohne, für die der Schirm ausgelegt ist. Die Drohne muss mit Nutzlast darunter bleiben, sonst steigt die Sinkrate.
Mindest-Auslösehöhe (m)
Geringste Höhe, ab der sich der Schirm laut Hersteller sicher öffnet. Unterhalb dieser Höhe schützt das System kaum; Angaben „Öffnung innerhalb von x m“ sind nicht dasselbe und wurden nicht übernommen.
Normkonformität
Nachgewiesene Normen oder Nachweismittel, etwa ASTM F3322 oder EASA MoC Light-UAS.2511 und 2512. „Prüfbar“ oder „erwartet“ zählt nicht als konform und bleibt leer.
Sinkrate (m/s)
Sinkgeschwindigkeit am Schirm. Bei einer Spanne ist der Wert für die höchste genannte Masse eingetragen; niedrigere Sinkrate bedeutet geringere Aufprallenergie.
Das System muss für das tatsächliche Abfluggewicht der Drohne ausgelegt sein; mit schwerer Nutzlast steigt die Sinkrate. Eine geringe Mindest-Auslösehöhe ist wichtig, wenn niedrig geflogen wird. Autonome Auslösung und Motorabschaltung erhöhen die Sicherheit, weil das System nicht auf den Piloten angewiesen ist. Für Flüge über Menschen oder in bestimmten Szenarien der speziellen Kategorie kann ein Nachweis nach ASTM F3322 oder EASA MoC Light-UAS.2511 und 2512 verlangt sein. Fertige Sätze für ein bestimmtes Drohnenmodell sind einfacher nachzuweisen als Eigenanpassungen.
„Normkonform“ ist nur bei ausdrücklicher Angabe „certified“ oder „compliant“ gesetzt; „prüfbar“ oder „erwartet“ zählt nicht.
Pyrotechnische oder gasbetriebene Auslöser können eigenen Transport- und Lagervorschriften unterliegen; Herstellerangaben beachten.
ParaZero führt SafeAir nicht mehr auf der eigenen Seite; die Werte stammen von Händlern und aus der Presse.
Ab welcher Höhe öffnet ein Drohnenfallschirm?
Das steht als Mindest-Auslösehöhe im Datenblatt und hängt vom Auslöser ab; darunter schützt das System kaum.
Warum schaltet das System die Motoren ab?
Drehende Propeller können sich im Schirm verfangen oder ihn zerschneiden.
Was ist EASA MoC Light-UAS.2512?
Ein Nachweismittel der EASA für Rettungssysteme leichter Drohnen; in den Daten ist es nur bei ausdrücklicher Herstellerangabe vermerkt.

