Heinrich Lanz HRG 9
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Heinrich Lanz HRG 9 (D 2539-Gas): wassergekühlter Einzylinderschlepper für Holz- und Benzinbetrieb mit 29,3 kW und 4.980 kg aus den Jahren 1941 bis 1943
Heinrich Lanz aus Mannheim rüstete während des Zweiten Weltkriegs einen Teil seiner Bulldog-Baureihen auf Ersatzkraftstoffe um, da Mineralöl vorrangig dem Militär vorbehalten war. Die Baureihe HRG 9 gehörte zu den größeren Ausführungen, die sowohl mit Holzgas als auch mit Benzin betrieben werden konnten.
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Der D 2539-Gas wird von einem wassergekühlten Einzylindermotor angetrieben, der mit Holzgas oder wahlweise mit Benzin läuft und bei 750 U/min 40 PS beziehungsweise 29,3 kW leistet. Bei 4.980 kg Gewicht, 3.910 mm Länge, 2.500 mm Höhe, 2.160 mm Breite und 2.515 mm Radstand erreicht die Maschine eine Höchstgeschwindigkeit von 32,8 km/h.
Die Zweitkraftstoff-Auslegung erlaubte es, bei Ausfall der Gasversorgung auf Benzin umzuschalten, ein wichtiger Sicherheitsaspekt in Kriegszeiten mit unsicherer Treibstoffversorgung. Ein Holzgasbetrieb erforderte einen vorgeschalteten Generator, der das Holz unter Sauerstoffmangel zu brennbarem Gas vergaste, das dann wie ein gasförmiger Kraftstoff dem Motor zugeführt wurde.
Beim Gebrauchtkauf eines solchen Kriegsschleppers zählen der Zustand von Zylinder und Kolben, da der Gasbetrieb zu anderen Ablagerungen führte als reiner Ölbetrieb, sowie die Dichtheit von Kühler und Wasserpumpe. Getriebe, Kupplung und Bremsen sollten auf Verschleiß geprüft werden; Ersatzteile für diese seltene Kriegsvariante sind praktisch nur noch aus Sammlerbeständen erhältlich.
Quellen: SpecCodex-Register: Kennwerte des Modells Heinrich Lanz D 2539-Gas
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