Heinrich Lanz A
1 Modell in dieser Baureihe
Heinrich Lanz SZL: kohlebefeuerter Einzylindertraktor mit 21 PS/15,4 kW bei 150 U/min, stählernen Rädern und 8.500 kg Gewicht aus der Zeit vor 1912
Heinrich Lanz war ein deutscher Landmaschinenhersteller aus Mannheim, dessen Traktorenbau zu den prägenden Namen der frühen deutschen Motorisierung der Landwirtschaft gehörte. Die Baureihe A mit dem Modell SZL zählt in die Anfangszeit des motorisierten Zugmittels vor dem Ersten Weltkrieg, als kohlebefeuerte, sehr langsam laufende Motoren noch neben Dampf- und Pferdezug bestanden.
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Der SZL wird von einem wassergekühlten Einzylindermotor angetrieben, der mit Kohle befeuert wird und bei nur 150 U/min 21 PS beziehungsweise 15,4 kW leistet. Bei 8.500 kg Gewicht, Hinterradantrieb und stählernen Rädern mit vorne 1.150 mm mal 200 mm und hinten 1.500 mm mal 400 mm Abmessung ist die Maschine ein schwerer, extrem langsam drehender Traktor der frühen Bauzeit.
Eine Nenndrehzahl von 150 U/min liegt weit unter dem, was spätere Traktormotoren erreichten, und ist typisch für die stationären und halbstationären Antriebe, aus denen die frühen Traktoren hervorgingen: Große Schwungmassen und niedrige Drehzahl lieferten gleichmäßiges Drehmoment für Zug- und Riemenarbeit. Eine solche Maschine war für schwere Bodenbearbeitung und den stationären Antrieb von Dresch- und anderen Arbeitsmaschinen ausgelegt, nicht für schnelle Fahrten.
Beim Gebrauchtkauf eines derart frühen Lanz-Traktors zählen vor allem der Zustand des Rahmens, der stählernen Räder und des Kohlefeuerungssystems, soweit diese Bauteile original erhalten sind. Ein Fahrzeug dieses Alters ist in aller Regel ein musealer Einzelfall, für das Ersatzteile nur durch Eigenanfertigung oder über spezialisierte Oldtimer-Restauratoren zu beschaffen sind.
Quellen: SpecCodex-Register: Kennwerte des Modells Heinrich Lanz SZL
Modelle
Traktor im 3D-Schnitt
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