Videofunk für Drohnen (FPV und Bildübertragung)
Hersteller in dieser Gruppe:
CaddxFPV (Walksnail) Walksnail Avatar HD Pro Kit
Videofunksysteme übertragen das Kamerabild der Drohne live zur Brille, zum Bildschirm oder zur Bodenstation. Digitale Systeme bieten höhere Bildqualität, analoge und einige digitale Systeme besonders geringe Latenz.
Auflösung
Bildauflösung der Liveansicht und, falls vorhanden, der Aufnahme im Gerät. Hersteller nennen oft die Aufnahmeauflösung; für den Piloten zählt die Liveansicht.
Bildrate (fps)
Bilder je Sekunde im Livebild. Höhere Bildraten wirken flüssiger und verringern die gefühlte Verzögerung.
Frequenz
Genutztes Funkband, etwa 2,4 GHz, 5,8 GHz oder 868/915 MHz. Niedrigere Frequenzen durchdringen Hindernisse besser; nicht jedes Band und jede Kanalbelegung ist in der EU zugelassen.
Gewicht (g)
Gewicht des Luftteils (Sender oder Empfänger an der Drohne), meist ohne Antenne und Kabel.
Kanäle oder Bandbreite
Je nach System die Zahl der Kanäle, die Kanalbreite, die Bitrate oder die Paketrate. Höhere Bitrate verbessert das Bild, höhere Paketrate verkürzt beim Steuerfunk die Reaktionszeit.
Latenz (ms)
Verzögerung zwischen Aufnahme bzw. Steuerbefehl und Ankunft beim Empfänger. Für FPV-Flug ist niedrige und gleichbleibende Latenz wichtiger als hohe Auflösung.
Protokoll
Übertragungssystem, etwa DJI O3/O4, Walksnail Avatar, HDZero, ExpressLRS oder TBS Crossfire. Sender und Empfänger müssen dasselbe Protokoll sprechen; ExpressLRS ist ein offenes Protokoll mehrerer Hardwareanbieter.
Reichweite laut Hersteller (km)
Größte Herstellerangabe, meist unter US-Bedingungen (FCC) und freier Sicht. Unter CE-Regeln ist die Reichweite oft deutlich geringer (Werte stehen in der Notiz); in der offenen Kategorie gilt ohnehin Sichtflug.
Sendeleistung (mW)
Abgestrahlte Leistung in Milliwatt. Bei DJI und Walksnail ist es die umgerechnete Obergrenze nach FCC, keine Messung; in der EU sind die zulässigen Werte geringer, die CE-Werte stehen in der Notiz.
Für FPV-Flug zählt eine niedrige, gleichbleibende Latenz mehr als die höchste Auflösung. Sender und Brille bzw. Bodenstation müssen dasselbe Protokoll sprechen (z. B. DJI O3/O4, Walksnail Avatar, HDZero). Für gewerbliche Einsätze gibt es kombinierte Systeme, die Video, Steuerung und Telemetrie über eine Verbindung übertragen. Herstellerreichweiten gelten meist unter FCC-Bedingungen und freier Sicht; unter CE fällt sie oft deutlich geringer aus. Gewicht und Wärmeentwicklung des Luftteils sind bei kleinen Drohnen entscheidend.
Reichweiten und Sendeleistungen sind Herstellerangaben, meist nach US-Regeln (FCC). In der EU gelten niedrigere Grenzen; die CE-Werte stehen, wo bekannt, in der Notiz.
Geräte dürfen in der EU nur in den dort zugelassenen Frequenzbereichen und Leistungsstufen betrieben werden.
Warum ist die Reichweite unter CE kleiner?
Weil in der EU niedrigere Sendeleistungen erlaubt sind als in den USA. Hersteller werben meist mit dem FCC-Wert.
Was ist wichtiger: Latenz oder Auflösung?
Für das Steuern nach Bild die Latenz. Für Aufnahmen zählt die Aufnahmeauflösung in der Kamera, nicht die Liveansicht.
Kann ich verschiedene Videofunksysteme mischen?
Nein, Sender und Empfänger müssen zum selben System gehören.



